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20. März 2020

Brief an das Bundeskanzleramt: Folgen des Corona-Virus

Brief an das Bundeskanlzeramt

Massive wirtschaftliche Folgen des Corona-Virus auf den Bereich der Veranstaltungstechnik, insbesondere Bühnen- und Tribünenbau.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel,

das Corona-Virus hat Deutschland im Griff. Auch Ihre gestrige Ansprache hat gezeigt, dass zu Recht das kulturelle und soziale Zusammenleben in Deutschland auf das Mindeste reduziert werden muss.

Die vom Bundesgesundheitsministerium veröffentlichten allgemeine Prinzipien der Risikoeinschätzung und der Handlungsempfehlungen für Großveranstaltungen sowie die allgemeine Angst vor dem Corona-Virus haben zu einer massiven Absagewelle von Veranstaltungen und Messen aller Art und jeglicher Größe geführt. Unsere Mitgliedsfirmen konstruieren und errichten für Großveranstaltungen, aber auch kleinere Veranstaltungen, Tribünen und auch Bühnen. Durch Corona haben unsere Mitgliedsfirmen alle Aufträge zunächst bis Ende April verloren. Derzeit erfolgen weitere Absagen für weitere Monate.

Nach unseren derzeitigen Schätzungen sind innerhalb von wenigen Tagen ca. 98 % der Umsätze in der Veranstaltungswirtschaft, im Bühnen- und Tribünenbau weggebrochen.

Es besteht daher nicht nur eine sehr hohe Absagerate, sondern insbesondere keinerlei Auftragseingang. Die nicht abzusehende Entwicklung bedeutet für unseren Wirtschaftszweig ein erhebliches existenzielles Risiko.

Eine Verschiebung von Veranstaltungsterminen in den Herbst hinein erscheint selbstverständlich auf den ersten Blick sinnvoll. Der Ausfall aktueller Erträge lässt sich durch das Verschieben von Veranstaltungen jedoch nicht einholen.

Die Lage ist daher sehr ernst und ein schnelles Handeln mit kurzfristig greifenden Lösungen und Soforthilfen ist geboten.

Wir fordern den Erhalt von Arbeitsplätzen und die Sicherung unserer Unternehmen. Um Insolvenzen abzuwenden und nachhaltig Arbeitsplätze zu sichern, ist eine sofortige Stärkung der Liquidität notwendig. Dies kann entweder durch Entlastungen oder auch durch Zuschüsse erfolgen. Wir fordern daher:

a)    Rückwirkende und zukünftige Stundung von Steuern, Beiträgen und Abgaben,
b)    Aussetzung etwaiger Beiträge zum Sozialkasseverfahren,
c)    Übernahme von Bürgschaften für bestehende und neue Kredite,
d)    Zuschüsse für den Existenzerhalt und den damit verbundenen Arbeitsplätzen.

Aufgrund der Aktualität sind diese Forderungen dringend und noch in diesem Monat umzusetzen.

Gerne steht Ihnen der BAVBT für Rückfragen, Beratung und Diskussion zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Bundesarbeitgeberverband der Bühnen-
und Tribünenbauer e. V.

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